Wer auf einschlägigen Witzeseiten nach “Heisenberg” sucht, der wird sicherlich schnell fündig. Werner Heisenberg war ein deutscher Physiker, der die nach ihm benannte Unschärferelation entdeckt hat. Sie besagt, dass man den Ort und den Impuls eines Teilchens nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmen kann. Wenn man da mal ein bisschen darüber nachdenkt, kann man schnell auf praktische Anwendungsmöglichkeiten kommen. Kann man so argumentieren, wenn man mal wieder geblitzt wurde? Nun, ein kleines Beispiel wird aufklären.

Man nehme einen Porsche 911 Turbo, natürlich das 2007er Modell mit 480PS, 310 km/h Topspeed und 1660 kg Leergewicht, plus einen Fahrer macht ca 1750 kg.
Dieser Fahrer soll nun mit seinem Porsche mit Höchstgeschwindigkeit auf einer deutschen Autobahn unterwegs sein. Als Fahrbahnbreite = Ortsunschärfe nehmen wir mal 10m an. Wie groß ist die zugehörige Impulsunschärfe?

p=h/x

p=h/ 10m

p= 6,6 \cdot 10^{-35} kg \cdot m/s

Mit einer Masse von 1750 kg macht das eine Geschwindigkeitsunschärfe von wahnsinnigen v=3,8 \cdot 10^{-38} m/s
Darauf kommt es nun bei einer Polizeikontrolle wohl nicht mehr an. Also lieber langsam fahren, denn Heisenberg kann Raser offensichtlich nicht retten.

Und von Doppelspaltversuchen mit Porsches sollte man auch absehen, wenn man nicht seinen geliebten Porsche Schrotten will. Denn es wird wohl keinen geeigneten Spalt geben, durch den ein Porsche passt und der trotzdem nicht unwesentlich größer ist als die deBroglie Wellenlänge des Porsche bei Topspeed. Die ist nämlich wahnsinnige 4,3 \cdot 10^{-39} m
Wer es trotzdem nicht lassen kann, wird als “Interferenzmuster” wohl höchstens kaputte Porsche oder kaputte Spalte bekommen.

Gruß

ET



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